Verfasst von: Gerhard Piezinger | 20. November 2016

Scannen im Jahr 2016

Die Vorteile von mobilen Geräten gegenüber Desktoprechnern und Notebooks werden an nur wenigen Beispielen so deutlich wie dem Scannen von Dokumenten und deren Umwandlung in bearbeitbare Texte (OCR). Vor wenigen Jahren noch war dies ein Riesenaufwand: Zunächst musste man das Blatt Papier erst mal im Original zu einem scanfähigen Rechner mitnehmen (und am nächsten Tag dran denken, es wieder zurückzubringen …), dann auf ein Abtastgerät mit Glasplatte legen, ausrichten, Scanvorgang starten, Sprache einstellen, das oft fehlerdurchsetzte Ergebnis als TXT oder RTF speichern, in seiner Textverarbeitung öffnen, und gleich mal die Rechtschreibprüfung drüberlaufen lassen.

Und so geht das im Jahr 2016:

Verfasst von: vincentmarohl | 16. November 2016

Quizlet statt Vokabelheft

Vokabeln zu pauken ist für die meisten Schüler langweilig und schwer, da das Vokabelheft nicht interaktiv ist und der Lernfortschritt  meist nur von der eigenen Kontrolle der Schüler bzw. von der der Eltern abhängt. Der Grund also, warum Vokabellernapps so beliebt sind, ist der, dass diese Apps endlich eine Möglichkeit zur Interaktivität bieten. Eine dieser Apps, und mit Abstand die beliebteste, ist Quizlet.

Quizlet wurde 2005 im Silicon Valley, Kalifornien von Andrew Sutherland gegründet, nachdem er vergebens versucht hatte, sich 111 französische Tiernamen zu merken. Im Januar 2007 wurde es dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, hat seitdem mehr als 150 Millionen Lernsets aufgenommen und kann mehr als 40 Millionen wöchentliche Nutzer vorweisen. Mittlerweile ist es sogar offiziell unter den 50 meistbesuchten Webseiten der USA.

Das Prinzip ist simpel: – Download des gewünschten Lernsets (entweder per Link vom Lehrer gestellt, mit der in-app-Suchfunktion für Content der online bereits öffentlich zur Verfügung stehenden Sets, oder durch manuelle Eingabe der Vokabeln vom Buch) – Lernen (entweder durch Karteikartenmodus, dem spielerischen Zuordnungsmodus, oder dem extra Lernmodus)  –  Testen.

Was Quizlet zum Marktführer macht sind die vielen Lernsets, die zum Download bereitstehen, die leichte Benutzeroberfläche und am allerwichtigsten die Tatsache dass es kostenlos ist. Andere Vokabelapps sind entweder kostenpflichtig, haben nicht annähernd so viele und hochqualitative Lernsets oder erfordern die manuelle Eingabe von Vokabeln.

Der deutlichste Vorteil gegenüber dem klassischen Vokabelheft ist der, dass man weniger Zeit damit zu verbringen hat, mühselig die einzelnen Vokabeln zu übertragen, und somit mehr Zeit zum eigentlich Lernen hat, wodurch man in der selben Zeit viel effizienter Vokabeln lernen kann. Auch kann man mit der App gleich im Anschluss zum Lernen sein Wissen mittels eingebauter Abfragefunktion auf den Prüfstand stellen, um so zu wissen, wieviel Lernen noch erforderlich ist.

Einziger Nachteil gegenüber dem klassischen Vokabelheft ist der Ablenkungsfaktor.
So ist man während des Lernens am iPad viel wahrscheinlicher dazu verleitet, schnell auf eine Nachricht zu antworten, schnell auf Youtube etwas nachzuschauen etc. Mit dem klassischen Vokabelheft ist die Wahrscheinlichkeit, so abgelenkt zu werden viel geringer (vorausgesetzt das Handy ist auf Stumm geschaltet.)

Fazit: Ich persönlich, sowie die meisten meiner Mitschüler, ziehen Quizlet mit all seinen digitalen Möglichkeiten dem klassischen Vokabelheft vor, was sich auch in meinem Lernerfolg widerspiegelt.

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Verfasst von: Gerhard Piezinger | 22. Oktober 2016

Kraus und Spitzer

„Pädagogen, die das Netz als Lebenswirklichkeit von Heranwachsenden verleugnen, handeln daher aus meiner Sicht nicht nur realitätsverweigernd, sondern schlicht verantwortungslos.“

Eine aktuelle Leseempfehlung auf Deutschlandradio Kultur: Der Beitrag erklärt sehr anschaulich das Spannungsfeld, in dem schulischer Unterricht im Jahr 2016 stattfindet.

Verfasst von: Gerhard Piezinger | 31. Juli 2016

Ab in die Südsee

Die Integration digitaler Werkzeuge in den traditionellen Unterricht ist hier unser Hauptthema seit dem Frühjahr 2012, also seit gut vier Jahren. Eine Zeitspanne, die ich mit einem gewissen Stolz erwähne – vergleichbaren Initiativen ist häufig schon nach einem oder zwei Schuljahren die Luft ausgegangen …

Deshalb sei mir an dieser Stelle erlaubt, einige Möglichkeiten einer digitalen Lernplattform jenseits des ja stark lehrbuchgebundenen Mittelstufenunterrichts zu skizzieren. Genauer gesagt in der Oberstufe (Q11 Französisch).

Basierend auf einer bereits im Jahr 2000 erschienenen Unterrichtseinheit des Raabe-Verlags – hier immer noch zum Download erhältlich – haben meine Schüler und ich eine thematisch zur nahenden Urlaubszeit passende „Simulation globale“ durchlaufen. Jeder der Teilnehmer schlüpft für ein paar Unterrichtsstunden in eine virtuelle Identität und durchlebt ein Abenteuer mit den anderen. „L’île“ beginnt mit dem Schiffbruch (le naufrage) eines Passagierschiffs (le paquebot) in der Südsee, unsere Kursteilnehmer sind die Überlebenden (les survivants), die – mit drei beliebigen geretteten Gegenständen (trois objets) – auf der Insel zusammentreffen und ihr Überleben und ihre Rettung (le sauvetage) organisieren müssen.

Angelehnt an das Szenario „Herr der Fliegen“ (Le seigneur des mouches) entstehen natürlich bald die ersten Konflikte (des conflits), die – wie immer – ausnahmslos in der Fremdsprache (en français s’il vous plaît) geregelt werden müssen.

Überraschend einfach und problemlos gestaltet sich die Übertragung des Unterrichtsentwurfs, der ja noch aus der analogen Zeit stammt, in unsere Lernplattform Mebis a.k.a. Moodle. Abstimmungen und Auswahlen, Diskussionen ums Lagerfeuer und Gruppenbildung in Foren, für andere nicht einsehbare Tagebücher, ein Glossar für neue Wörter, interaktive themengebundene Grammatik-Wiederholungsübungen (Was wäre wenn jetzt ..? z.B. für Konditionalsätze), all das zusammen ergibt eine äußerst ansprechende und motivierende Lernumgebung.

Simulation_globale

Zum Wesen einer „Simulation globale“ gehört es übrigens auch, dass die weitere Entwicklung der Lage unmittelbar auch von den Äußerungen und Handlungen der Schüler beeinflusst wird. Überraschend zu beobachten ist dann auch, dass sich viele Schüler durch und durch mit ihrer Rolle identifizieren – und ihren virtuellen Beruf bis an die Grenze zum Stereotypischen ausreizen, was auch in Mimik und Gestik in den mündlichen Unterrichtsteilen Ausdruck findet. Die auszuwählenden Berufe (Psychologe, Nonne, Polizist …) tragen ebenfalls zu dieser Identifikation bei.

Unterrichtseinheiten wie diese sind für eine digitale Tablet-Arbeitsumgebung natürlich maßgeschneidert. Hier kann das volle Potential unserer Lernplattform ausgeschöpft werden, mit ihren vielfältigen Kommunikationsinstrumenten. Leider sind wir noch nicht soweit, in der Oberstufe Tablets einsetzen zu können, weshalb wir auf unsere Computerräume angewiesen sind. Also reservieren, Schüler hinlotsen, erst mal lüften, anschalten, warten, einloggen, vergessene Passwörter neu vergeben … Aber wer weiß, wie es in ein paar Jahren ausschaut.

Die Zeit der Computerräume, das wurde mir wieder bewusst, geht definitiv zu Ende.

Verfasst von: Gerhard Piezinger | 13. Juli 2016

Portfolios mit Mahara

Portfolios im Unterricht sind eine eher neue Entwicklung. In Anlehnung an deren Bedeutung im Arbeitsleben wurde in den letzten Jahren immer wieder versucht, ihre Prinzipien in die schulische Arbeit zu integrieren: Es geht darum, seine Arbeits- bzw. Lernfortschritte zu dokumentieren und zu reflektieren. Herauskommen soll also eine präsentationsreife, personalisierte und illustrierte Übersicht der eigenen Arbeit, in unserem Fall im Fach Französisch.

Dass wir in unserer digitalen Arbeitsumgebung nicht mehr mit Drucker, Schere und Kleber loslegen, versteht sich von selbst. Die Kategorie „E-Portfolios“ unterscheidet sich in ihrer Zielsetzung nicht von den klassischen Arbeitsmappen, abgesehen vom Trägermedium und der zur Verfügung stehenden Multimedialität.

Natürlich gibt es genau dafür spezielle Software, in diesem Fall sogar unter Open-Source-Lizenz, was im Zweifel immer ein Pluspunkt ist: Die Weiterentwicklung ist unabhängig vom Überleben der Unternehmen und die Daten sind durch den einsehbaren Quellcode besser vor kommerzieller Ausbeutung geschützt.

Vom größten Schwachpunkt quelloffener Software, der oft weit hinter ihrer kommerziellen Konkurrenz hinterherhinkenden intuitiven Logik der Bedienung, ist zudem bei Mahara nichts zu merken. Nach nur kurzer Hinführung und einem klaren Arbeitsauftrag werkeln unsere Schüler bereits sehr selbstständig vor sich hin.

Die Gestaltungsmöglichkeiten unterscheiden sich ebenfalls grundlegend von einer üblichen Textverarbeitung: Die verschiebbaren Blöcke, die sich in über zwanzig definierbaren Grundlayouts anordnen lassen, enthalten entweder Text, Bilder, Dateien zum Download, PDFs, HTML, Videos, Inhalte sozialer Netzwerke und andere Medien oder sogar das eigene Blog. Das Ergebnis ist eine interaktive Webseite, die sich sowohl lokal speichern wie auch direkt im WWW veröffentlichen lässt.

Der konkrete Arbeitsauftrag war in unserem Falle, die durchaus mess- und spürbaren Lernfortschritte in diesem Schuljahr darzustellen. Natürlich bietet sich zunächst eine chronologische Struktur an, wobei die Eckpunkte die Lektionen im Buch und die Schulaufgaben darstellen. Hinzu kommt unsere Teilnahme am Wettbewerb Francomusiques.

Mahara

Den Gewinn dieser Phase am ansonsten in anderen Klassen vielleicht eher ereignisarmen und filmlastigen Schuljahresende sehe ich vor allem in der Rekapitulation des Jahresstoffs, die den Schülern möglicherweise gewisse Wissenslücken bewusst machen, und in der individuellen, dauerhaften Bereitstellung einer Übersicht des Gelernten und Geübten für die Folgejahre. Im Gegensatz zu den Papier- und Tafelklassen bleibt somit ein Ergebnis bei den Schülern, wenn am Jahresende die Bücher abgegeben werden und die Hefte im Altpapier landen. In vieler Hinsicht hat Mahara damit in unserer heterogenen Systemumgebung die Rolle der Apple-spezifischen iBooks übernommen.

Verfasst von: Gerhard Piezinger | 21. Juni 2016

Formative Evaluation

Zu den eher unbefriedigenden Aspekten im Schülerleben gehören Stegreifaufgaben, zu denen uns wir bereits hier Gedanken gemacht haben. Die Ex ist und bleibt eine sehr punktuelle Leistungserhebung, und eine gute Note beweist vor allem, dass der Schüler am Vortag Zeit (/Lust) hatte, sich die Unterrichtsinhalte am Nachmittag (/morgens /vor der Stunde) noch einmal anzuschauen. Das Damoklesschwert Ex hat natürlich eine wichtige Disziplinierungsfunktion; über längerfristigen Lernerfolg sagt sie weit weniger aus.

In unserer digitalen Lernumgebung bewährt sich zunehmend das Konzept der Formativen Evaluation. In regelmäßigen Abständen werden angekündigte kleine Tests durchgeführt. Wenn dies in einer Papierumgebung wegen des Korrekturaufwands vermutlich die wenigsten Kollegen auf sich nehmen würden, sind formative Tests hier dank dem automatischen Feedback durch Bookwidgets (alternativ die Mebis-Aktivität „Test“) ein logischer Schritt.

Formative-Evaluation

Regelmäßige formative Vokabeltests: Beispiel Französisch

Als kleinen Leistungsanreiz bekommen nur drei oder vier zufällig ausgewählte Schüler eine Note, die anderen nur die Auswertung. Das in meinen Augen gerechteste Verfahren ist hierbei, die Namen der Schüler vor dem Test hinten an die Tafel zu schreiben (Vorsicht Spiegel!) und nach Abgabe aufzuklappen. Wobei die ganze Benotung aus Lehrersicht auch ein Kompromiss ist, aber Noten sind nun mal die einzig akzeptierte Währung (sprich Leistungsanreiz) für Schüler. Was sich vielleicht ja irgendwann mal ändert. Obwohl …

Verfasst von: Gerhard Piezinger | 7. Februar 2016

Hefte abgeben bitte

Auch in einem digitalen Arbeitsumfeld verwandeln sich Mittelstufenschüler nicht auf Knopfdruck in selbstverantwortliche, leistungsorientierte und motivierte Höchstleister. Die Hausaufgaben werden gemacht, weil es der Lehrer sagt und weil die Nichterledigung Konsequenzen mit sich bringt. Sollte jemand der Mitlesenden ein Rezept kennen, wie man bei 8.- und 9.-Klässlern aus diesem Teufelskreis ausbrechen könnte – bitte mir unten in den Kommentaren mitteilen.

Jedenfalls gehört bis dahin der regelmäßige Blick in die Arbeitsunterlagen zum Kerngeschäft. Hefte einsammeln, aber als PDF, und in Notability korrigieren und zurückschicken.

Hier mal ein Blick auf meine digitalen, handschriftlichen Korrekturen der letzten drei Jahre.

Hefte

(Klicken zum Vergrößern)

Verfasst von: nilsboedeker | 1. Februar 2016

Bookwidgets

Die App Bookwidgets würde ich mittlerweile als Meilenstein der digitalen Arbeit in der Schule bezeichnen. Natürlich kann ich diese App primär im (Englisch)unterricht in der Tablet-Klasse einsetzen, aber auch im klassischen, nicht-digitalen Einsatz ist Bookwidgets bereichernd. Im US-amerikanischen Raum werden solche Dinge gerne als empowering tool bezeichnet, was keiner Übersetzung ins Deutsche bedarf, allein schon, weil es eine so zutreffende Formulierung ist. Empowering ist Bookwidgets deshalb, weil die App nicht nur den Schülern zahlreiche Vorteile bietet, sondern eben auch mir als Lehrer die Arbeit erleichtert. Denn von den Potentialen digitalen Unterrichtens sind (zum Glück) immer mehr Kollegen überzeugt, nur leider gibt es gerade im Bereich der tools noch einen erheblichen Nachholbedarf, was natürlich die Verbreitung digitaler Medien im Unterricht nicht gerade befördert.

Zwei Eigenschaften müssen Apps besitzen: Sie müssen einfach anzuwenden sein (für Schüler UND Lehrer) und einen echten Mehrwert im Unterricht bewirken. Natürlich geht das in gewissem Maße auch mit Mebis, daher verwenden wir Mebis ja auch als virtuelles Klassenzimmer, quasi als Basis unserer Arbeit. Natürlich kann ich mit Mebis auch Tests erstellen und es gibt mittlerweile auch eine ganze Reihe an nützlichen Anwendungen. Insgesamt ist Mebis aber leider vergleichsweise umständlich und das Design wird erst nach und nach besser. Aber gerade dieser Bereich wird in der Didaktik häufig unterschätzt, denn natürlich sind optisch ansprechende Lernmaterialien viel motivierender, hier liegt ja gerade ein Vorteil digitalen Arbeitens im Unterricht, dass wir eben – die entsprechenden tools vorausgesetzt – den optischen Gewohnheiten unserer Schüler sehr viel mehr entsprechen können – Gewohnheiten, die sich aus immer aufwendigeren und der Realität mehr entsprechenden Layouts und Design ergeben.

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Aber natürlich geht es nicht nur um die Optik. Mit Bookwidgets habe ich als Lehrer auch sehr viele verschiedene Anwendungsoptionen: Acht verschiedene Test- und Wiederholungsmöglichkeiten, darunter alleine im Bereich ‚Quiz‘ 16 unterschiedliche Testtypen, dann einige Spielvarianten, tools für die Arbeit mit Bildern bzw. Videos und speziell für den Matheunterricht, man kann Google Maps, Wikipedia etc. integrieren usw.

Wenn ich will, bekomme ich die Ergebnisse per E-Mail, dann ergänzt die App noch gute Übersichten über die Arbeiten der Schüler – und natürlich kann ich jedem Schüler ein dezidiertes Feedback zu seinen jeweiligen Ergebnissen geben.

Gelungene Beispiele wollen wir hier auch nach und nach zeigen, bis dahin arbeiten wir begeistert weiter …

Verfasst von: Gerhard Piezinger | 26. Januar 2016

KYO – Chaque Seconde

Schon immer war fremdsprachliche Rock- und Popmusik eine gute Quelle für den Unterricht. Sie bietet authentisches Material jenseits dessen, was sich Verlagsautoren als Wirklichkeit im Zielland vorstellen. Sie liefert Sprechanlässe rund um oft jugendrelevante Themen. Und sie erwischt die Schüler doch auch häufig auf der Gefühlsebene. Auch die französische Musikwelt bietet immer wieder wunderbare Titel, die geradezu auf ihren Einsatz im Unterricht warten.

Jahrzehntelang war man im Fremdsprachenunterricht auf die Kombination CD-Player, Lückentext und bestenfalls noch Folie angewiesen. In unserer Tabletklasse geht da mehr:

Kyo(oben von links nach rechts)

1. Zum Einstieg erarbeiten sich die Schüler ein paar zentrale neue Wörter mithilfe einer Learningapps-Seite. Zuerst ganz individuell, dann auch mal einer auf dem Projektor.

2. Während des ersten Anhörens notieren die Schüler Wörter, die sie verstanden haben, in ein Etherpad. Dieses erlaubt das gleichzeitige Schreiben aller an einem Text. Nach ein bis zwei Durchgängen kann man auf dieser Basis über den möglichen Inhalt schon mal spekulieren. (Diesmal tatsächlich nicht Liebe!)

3. Dann kommt der klassische Lückentext zu seiner Ehre, hier als Bookwidget integriert. Als zusätzliche Hilfe steht den Schülern am Seitenende die Audiodatei zum individuellen Anhören (mit Kopfhörern) zur Verfügung. Ist eine Lücke richtig ausgefüllt, werden die Buchstaben unmittelbar in grün angezeigt. Diese sofortige Rückmeldung ist bei Aufgaben dieser Art besonders nützlich.

4. Als letzter Schritt kommt jetzt die genauere Auseinandersetzung mit dem Text. Da ein klassisches Übersetzen ins Deutsche für die Achtklässler sicher zu anspruchsvoll, zu langweilig, zu zeitraubend und in diesem Fall nicht sehr sinnvoll wäre, habe ich die einzelnen Verse (16 insgesamt) bereits übersetzt. Mit einem split worksheet aus Bookwidgets haben sie jetzt links den Originaltext und müssen die deutschen Verszeilen in die richtige Reihenfolge bringen. Dies war sicherlich der Augenblick mit den meisten Aha-Effekten à la „Ach so, jetzt versteh ich’s“.

Je nach verbleibender Zeit kann diese Einsicht in die Botschaft des Textes jetzt für persönliche Äußerungen, zu Rollenspielen oder anderen mündlichen Kommunikationsübungen benutzt werden.

Zentrale Schaltstelle der ganzen Stunde war wie immer unser Mebis-Raum, in dem alle Ressourcen verlinkt und eine nach der anderen im Stundenverlauf für die Schüler sichtbar gemacht wurden.

Wer jetzt nach all den Erklärungen selber mal reinhören möchte: Chaque Seconde bei Amazon.

Verfasst von: Gerhard Piezinger | 18. Januar 2016

Mobiler Übersetzer

Wenn Schule auf die Zukunft vorbereiten soll und nicht auf die Vergangenheit – Was machen wir dann, wenn das hier bereits die Gegenwart ist?

(Kleiner Selbstversuch: Googles Übersetzungs-App vs. Aldi-Prospekt)

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